Université d'été 2014, Creil
07. Juli 2014 – 20. Juli 2014

Der erste Tag
Schon früh am Morgen machten wir uns am 07. Juli auf den Weg zum Hauptbahnhof Essen. Von dort aus nahmen wir den Thalis nach Paris- Nord. Nach nur 4 Stunden Zugfahrt wurden wir herzlichst von Nicolle Saudrais, Vorsitzende des Städtepartnerschaftsvereins Creil, am Bahnhof empfangen und fuhren mit ihr zur Jugendherberge nach Pierrefonds. Auch dort begrüßten uns die Betreuer warmherzig und zeigten uns unsere Zimmer. Nachdem wir uns in diesen eingerichtet hatten, gab es um 19 Uhr Abendbrot mit den anderen Teilnehmern. Anschließend verbrachten wir den ersten Abend zusammen im Aufenthaltsraum und stellten uns den anderen Teilnehmern aus Frankreich, Irland, Italien, England und Deutschland vor.

Museumsbesuche
Da leider fast die ganze erste Woche nur schlechtes Wetter in Pierrefonds war, mussten sportliche Aktivitäten wie Rudern und Kanufahren leider abgesagt werden. Stattdessen besuchten wir aber viele interessante Museen. Am ersten Tag waren wir in einem Kunstmuseum, an einem anderen Tag im Stadtmuseum in Creil, außerdem in einem Grafittimuseum, in welchem wir unsere eigenen Grafittisteine zu Europa oder zum Ersten Weltkrieg gestalten durften, und schließlich in einem Bootsmuseum. Desweiteren besichtigten wir mehrere Kriegsdenkmäler des 1. Weltkrieges, wie beispielsweise Militärfriedhöfe.
Natürlich besuchten wir auch das Schloss von Pierrefonds, welches in der britischen Serie "Merlin" als Kulisse genutzt wurde.

 sommeruni2014

Remy
Am Sonntag dem 13. Juli, fuhren wir nach Remy und machten eine Stadtrally mit sportlichen Aktivitäten wie Basketball spielen, Fragen zur Kultur und Geschichte Europas. Da vor allem wir Deutsche das Finale der Weltmeisterschaft gucken wollten, beschlossen die Betreuer nach dem Abendbrot, welches der Städtepartnerschaftsverein in Remy vorbereitete, mit uns in einen deutschen Biergarten in Remy zu gehen. Dort feuerten wir alle- die Engländerinnen, die Iren, die Italiener und die Franzosen- lauthals die deutsche Nationalmannschaft an. Dieses Erlebnis war für uns alle einmalig und emotional, da alle Teilnehmer für Deutschland waren und wir uns alle gemeinsam freuen konnten. In Pierrefonds angekommen, feierten wir noch ein bisschen weiter, obwohl es am nächsten Tag wieder früh mit dem Programm losging...

sommeruni20141
 
Veule les Roses
Am nächsten Tag fuhren wir nämlich zum Strand nach Veule les Roses. Nach der dreistündigen Busfahrt waren alle ziemlich geschafft und machten es sich am Steinstrand mit einem Eis gemütlich. Ein paar mutige Teilnehmer wagten sich sogar ins kühle Meer, ein paar andere erkundeten die hübsche Stadt und liefen durch die kleinen Gassen von Veule les Roses. Am Ende des Tages hatten fast alle einen Sonnenbrand und tauschten untereinander Sonnencremes und After-Sun-Cremes.

Paris
Auch am16. Juli mussten wir früh aufstehen, denn für uns hieß es: nächstes Ziel Paris! Mit dem Bus fuhren wir zuerst zum Centre Pompidou, in welchem wir mit Rolltreppen zum höchsten Punkt des Museums gelangten und so einen atemberaubenden Blick über Paris hatten. Schnell erblickten wir die berühmten Sehenswürdigkeiten wie Notre Dame, den Eiffelturm und die Basilique du Sacré-Cœur. Nachdem wir uns sehr ausführlich eine Ausstellung im Centre Pompidou angeschaut hatten, machten wir uns auf den Weg zu Notre Dame und machten in einem kleinen Park ein Picknick mit unseren mitgebrachten Lunchpaketen. Mit dem Bus ging es nach der kurzen Verschnaufpause weiter zum Eiffelturm, der zum Fotoschießen geradezu einlud. Die darauf folgende Bootstour auf der Seine war für uns alle bei dem heißen Wetter sehr erholsam.

Kochen
Ein weiteres sehr einprägsames Erlebnis für uns alle war das gemeinsame Kochen mit einem professionellen Koch am Donnerstag in der zweiten Woche. Zusammen kochten wir ein 5- Gänge- Menü mit Fisch, Fleisch, Eiern gefüllt mit einer selbstgemachten Mayonnaise- Füllung und selbstgebackenem und selbstbelegtem Blätterteig- Obst- Kuchen.

Der letzte Abend
Am letzten Abend durfte jede Nation etwas Landestypisches kochen beziehungsweise vorbereiten. Daher bereiteten wir Deutschen einen Kartoffelsalat und den sogenannten "Obatzter", welcher eine pikante bayerische Käsecreme ist. Die Franzosen servierten Crêpes gefüllt mit einer Champignon- Frischkäse- Füllung, die Italiener Risotto mit kleinen Fleischbällchen, die Iren einen Auflauf mit Kartoffeln und die Engländerinnen den sogenannten "Victoria- Sponge- Cake".
Außerdem wurde der letzte Abend von uns TeilnehmerInnen mit einem irischen Gedicht, mehreren Gesangseinlagen, kleinen Theaterstücken und Volkstänzen gefüllt. So lernten wir Deutschen den Schuhplattler, die Iren zeigten uns einen irischen Volkstanz und die Franzosen und Italiener zeigten ihre landesrepräsentierenden Tänze.

Fazit
Zusammenfassend kann ich sagen, dass sich die Université d'été für mich sehr gelohnt hat. So konnte ich nicht nur meine französischen Sprachkenntnisse verbessern und die französische Kultur näher kennenlernen, sondern auch auch viele internationale Kontakte knüpfen.
 

Impressum