Städtepartnerschaft life.

Völkerverständigung life.

David Carter(66) aus Pendle, England, schaut sich zufrieden um. Er hat wieder einmal alle seine Sch√§fchen beisammen. Seine Herde besteht aus 33 Mitgliedern des St√§dtepartnerschaftsvereins Marl- Creil- Pendle: 6 aus Creil / Frankreich, 11 aus Pendle / England und 16 aus Marl. Die Teilnehmer haben eine interessante und abwechslungsreiche Besichtigungsreise hinter sich. Sie haben Liverpool besucht,  im Krieg zerst√∂rt, heute eine moderne Stadt . Nat√ľrlich stand auch das Beatles- Museum einschl. Cavern-Club auf dem Programm, eine Fahrt auf dem Mercy, dem Flu√ü, an dem Liverpool liegt, und als √úberraschung der Besuch eines Musicals;  danach haben Sie  den Badeort Blackpool besucht und Chester, eine interessante mittelalterliche Tudor-Stadt mit eindrucksvoller  Kathedrale aus dem 11. Jahrhundert.

David Carter hat Liverpool als Ausgangspunkt f√ľr die Reise gew√§hlt. Mit Absicht! Denn in dieser Stadt sind die Beatles gross geworden. Und die haben etwas erreicht, wof√ľr sich auch die St√§dtepartnerschaft einsetzt: sie haben Menschen aus unterschiedlichen L√§ndern und Kontinenten friedlich vereint - √ľber Grenzen hinweg.

David Carter blickt sich um und bedankt sich mit einer launigen Ansprache f√ľr die gute Zusammenarbeit w√§hrend der Reise. In welcher Sprache? In englisch! Die Tradition , Fremdsprachen zu lernen, ist besonders bei der √§lteren Generation in den beteiligten L√§ndern sehr unterschiedlich. Engl√§nder und Franzosen sind mit ihrer Muttersprache zufrieden. Die Deutschen sprechen fast alle englisch, einige auch franz√∂sisch. Und so ist David Carters Ansprache kein Problem.

David-Carter

Die √úbersetzung erfolgt simultan in alle beteiligten Sprachen. Und gibt es einmal bei einem trockenen Witz Schwierigkeiten mit der √úbersetzung, helfen alle mit. Das Lachen kommt dann in Etappen, je nachdem wie schnell die Pointe in den anderen Sprachen verstanden  wird. So h√§lt der Spass l√§nger an, weil alle gern noch einmal mitlachen. Und dieses Lachen verbindet.
David Carter spricht √ľber die Bedeutung der St√§dtepartnerschaft: "Viele Menschen wollten nach den Schrecken des Krieges so etwas nie wieder erleben. Und auch ihren Nachkommen nicht zumuten. Deshalb gab und gibt es viele erfolgreiche Bem√ľhungen, sich friedlich n√§her zu kommen".
Mit dem deutsch- französischen Freundschaftsvertrag vor genau 50 Jahren erfolgte eine Annäherung auch auf offizieller politischer Ebene. Mit den Städtepartnerschaften wurden diese politischen Absichtserklärungen in die Tat umgesetzt.

Das alles hat in diesem Jahr David Carter getan und viel Arbeit f√ľr die St√§dtepartnerschaft auf sich genommen. Daf√ľr bedankt sich die Gruppe mit Worten, Geschenken und einem kleinen Konzert. Die Marler Musikerin Hedda J√∂ns spielte Beatle Songs auf der Blockfl√∂te. Ein ber√ľhrendes musikalisches Erlebnis.

David Carter ist zufrieden. Die Reise war ein grosser Erfolg. Seine G√§ste haben die Zeit in England genossen, trotz Regen und Sturm, sie haben neue Erfahrungen gesammelt und vor allem: sie sind sich n√§her gekommen. Im kommenden Jahr kann er sich gem√ľtlich zur√ľcklehnen. Da laden die franz√∂sischen Freunde zu einer Reise in die Bretagne ein.

F√ľr Informationen zur St√§dtepartnerschaft Marl- Creil- Pendle: 

marl-creil-pendle.de 

vorstand@marl-creil-pendle.de

Gruppe-Liverpool

Aber braucht man diese Partnerschaften heute √ľberhaupt noch? Reicht nicht Facebook f√ľr unsere Facebookgeneration?  Sicherlich nicht! Grosse Worte und Absichtserkl√§rungen sind schnell hingeschrieben. Wirkliche Freundschaft √ľber Grenzen hinweg bew√§hrt sich nur bei pers√∂nlichen Kontakten. Die fremde Sprache lernen, den Nachbarn ins eigene Haus einladen, Treffen organisieren, sein Land pr√§sentieren, den Austausch von Jugendlichen f√∂rdern. Daf√ľr braucht man Zeit und Energie. Echte Verst√§ndigung ist nicht unverbindlich. Wir m√ľssen uns  um sie bem√ľhen und sie erarbeiten.

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