Moselfahrt des Vereins vom 4. – 9. Oktober 2011

-Auf den Spuren der Römer von Cochem bis Trier-

Schon vor der Abfahrt vom Parkplatz am Rathaus gab es zwischen Freundinnen und Freunden der Partnerschaftsvereine aus Marl, Creil und Pendle ein herzliches Wiedersehen. Französinnen, Franzosen sowie Engländerinnen und Engländer waren schon vorher angereist und bei deutschen Gastfamilien untergebracht. Bei gutem Oktoberwetter setzte sich der Bus in Richtung Mosel in Bewegung. Gleich nach der Ankunft in Cochem begann das vielfältige Programm mit Besichtigung des  historischen Senfmuseums. Für die Gäste wurden die Ausführungen des sachkundigen Führers in Fr

Moselfahrt Cochem
anzösisch und Englisch übersetzt. Zu Mittag gab es ein schmackhaftes Essen bei strahlendem Sonnenschein auf der Terrasse des Restaurants „Hironimi“ mit Moselblick. Anschließend folgte ein Besuch der Altstadt mit zahlreichen mittelalterlichen Fachwerkhäusern. Den Abschluss des ersten Tages bildete die Ankunft im Landhotel „Rosenberg“ in Osann-Monzel, ca. 2 km von der Mosel entfernt gelegen. Dieses Haus mit privater Atmosphäre sollte bis zur Heimfahrt am Sonntag unser Quartier sein. Nach dem Eintreffen wurden wir mit einem Sektempfang überrascht. Danach folgte ein wohlschmeckendes Abendbuffet.
Der nächste Tag führte uns nach Bernkastel-Kues. Es folgte eine informative Stadtführung in einem Touristentrain. Nach ausreichender Freizeit  brachte uns der Bus zum Hotel. Als besonderes „Highlight“ hatten sich die Planer der Reise am Nachmittag eine „Bonanza“-Fahrt, einen Ausflug mit Wein und Imbiß in einen Weinberg ausgedacht, wobei einige mit dem „Kärrchen“, dem Wagen, mit dem Trauben transportiert werden, fahren konnten und der Rest der Gruppe zum nächsten Weinberg wandern sollte. Eine rustikale Winzervesper bot für jeden Geschmack etwas. Der zunehmende Weingenuss lockerte die Zungen und so plauderte man fast fließend dreisprachig! So wuchs die Gruppe mehr und mehr zu Freunden zusammen.
Der dritte Tag führt uns in den kleinen, aber feinen Ort Beilstein. Er wird auch Dornröschen der Mosel genannt. Wenn man das Panorama des verträumten Dorfes von der anderen Moselseite aus betrachtet, kann man sich gut vorstellen, dort noch mittelalterliches Treiben anzutreffen. Der Reiseführer Vitz zeigte uns in einer einzigartigen Führung durch die historische Moselgemeinde deren Entstehungsgeschichte und Sozialhistorie und einige überraschende Details. Dafür hatte er jahrelang in uralten Dokumenten recherchiert.
Kaum waren die einzigartigen Eindrücke von uns verarbeitet, ging es weiter nach Traben-Trarbach, das uns mit Starkregen begrüßte. So war es schwierig, einen Blick auf die Grevenburg, die Reste der um 1350 errichteten Stadtmauer und die Stadttürme zu werfen. Viele der Gruppe zogen es vor, sich bei einem Glas Moselriesling in den Schutz eines gemütlichen Restaurants zu flüchten. Bis zum Nachmittag hatten wir die Regenfront abgewettert und bestiegen ein Ausflugsschiff, das uns zum Kloster Machern brachte. Heutzutage sind die
Moselfahrt Trier_kl
Gebäude für ihre ausgezeichnete Küche bekannt. Das Abendessen gefiel allen gut.
Für Freitag stand die Römerstadt Trier auf dem Programm. Zunächst machte uns eine Stadtführung zu Fuß mit den wichtigsten Sehenswürdigkeiten aus der Römerzeit und dem Mittelalter bekannt, wobei es zwei Gruppen gab  - französisch/deutsch, englisch/deutsch. In der folgenden Freizeit entdeckten viele von uns das „Shoppen“. Kluge Köpfe deckten sich mit Wollsachen ein, denn die Temperatur war stark gefallen.
„Highlight“ des Abends war das Abendessen im Restaurant „Zum Domstein“. Im stilvoll mit römischen Motiven eingerichteten Keller wurden wir von einer „Römerin“ und einem „Römer“ in historischen Gewändern bedient. Die Speisekarte in lateinischer Sprache nach dem Kochbuch des Marcus Gavius Apicius wies auf das kommende Gastmahl hin. Nach Abschluss des wohlschmeckenden Essens waren sich alle  einig: die Römer haben nicht schlecht gelebt.
Der nächste Tag brachte uns zunächst zur Wallfahrtskirche nach Klausen, danach ging es zur Stadtführung nach Neumagen-Dhron. Ein Ausspruch des Volksmundes sagt alles über diesen historischen Ort: „Unter jedem Stein findet man einen Römer“! Mittags bestiegen wir die stilechte Nachbildung eines Römerschiffs. Statt sich in die Riemen zu legen, erledigte diese Kraft ein Motor! So schipperten wir mit Rotwein auf kalter Mosel zum Stadtfestbesuch „Römisches Kelterfest“ nach Piesport. Hier wurden wir an die 2000jährige Vergangenheit des Städtchens erinnert. Nach dem Rücktransport zum Hotel, einer kurzen Ruhepause, brachen wir nach Bernkastel-Kues zum Abendessen im Restaurant „Doctor“ auf. Ein 4-Gänge-Menü ließ keine Wünsche offen.
Auf der Rückfahrt am Sonntag machten wir noch einen Zwischenstopp in Köln mit Dombesichtigung und einem zünftigen Mittagessen im „Brauhaus Sion“. Im Marler Rathaus wurde unsere Reisegruppe von Bürgermeister Werner Arndt zu einem kleinen Umtrunk empfangen.
Ein herzlicher Dank für das äußerst abwechslungsreiche und informative Programm geht an das Ehepaar Brigitte und Manfred Vorholt. Diese Reise war eine logistische Meisterleistung!

W.D.Tiemann
 

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