“Auf den Spuren der  Hanse” – eine  Busreise mit 17 französischen und 7 englischen Gästen vom 4.  – 9. Oktober 2014

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Alle Gäste waren schon vor dem Volksparkfest angereist, um das  alljährliche Highlight der Stadt Marl  mit zu erleben. Traditionell waren sie in Privatfamilien untergebracht.
Bei  strahlendem Sonnenschein ging es am Samstagmorgen im Bus der Fa. Rosi-Reisen los  in Richtung Osnabrück. Auch die ausländischen Freunde hatten einen Übersichtsplan der Reise in ihrer Landessprache bekommen. Zunächst trafen wir uns zu einer ersten  Einführung im Saal des “Westfälischen Friedens” im Rathaus von Osnabrück. Bei einer informativen Stadtführung bekamen wir die ersten Eindrücke von schmucken, mittelalterlichen Fachwerkhäusern der einstigen Hansestadt. Der Dom mit zwei ungleich breiten Türmen in romantischem bzw. gotischem Baustil sorgte bei einigen Betrachtern unserer Gruppe für Staunen. Die Stadtführerin erklärte die Unterschiede durch einen Bischof, der als Geistlicher durch Turm- und Glockengröße mehr gelten wollte. Zum Essen ging es danach in das sehr gut ausgewählte Brauhaus Rampendahl. Es schloss sich die Besichtigung des Felix-Nussbaum-Museums  an. Der jüdische Künstler fühlte die auf ihn zukommende Bedrohung durch das NS-Regime. So drücken seine Gemälde durch dunkle Farben seinen Seelenzustand  aus. Er wurde  später in Auschwitz ermordet.

Nach der Weiterfahrt erreichten wir dank der umsichtigen Fahrweise unserer  Busfahrerin Claudia wohlbehalten unser Hotel “Zur grünen  Eiche” in der Lüneburger Heide bei Bispingen, das für die nächsten Tage unser Domizil sein sollte. Wir waren angetan von den komfortablen Zimmern und  den schmackhaften Speisen.
Am nächsten Morgen brachen wir auf nach Hamburg zu einem eindrucksvollen Orgelkonzert in der St. Michaeliskirche, kurz Hamburger “Michel” genannt. Der Organist, ein Kirchengeneralmusikdirektor, wusste die Königin der Instrumente vom zartesten Pianissimo bis zum gewaltigen Fortissimo in Variationen über das Kirchenlied “Wir pflügen und wir  streuen” zum  Erntedankfest zu bedienen. Die Kirche war an diesem Sonntag mit Erntegaben wunderschön geschmückt. Nach diesem eindrucksvollen Erlebnis ging es nach einer Stadtrundfahrt mit Führung im Bus zum Mittagessen mit Fisch in das urige Restaurant “Warsteiner Elbstuben” direkt am Hafen.Nach dem wohlschmeckenden Mahl  fuhren wir bzw.spazierten einige von uns bei strahlendem Sonnenschein  an der Elbe entlang zum Anleger zur Fleetfahrt ( Fahrt auf Kanälen) durch die alte Speicherstadt. Eine Kapitänin wusste ihr Boot selbst in den engsten  Wasserwegen sicher zu wenden. So bekamen wir einen Einblick  vom Strukturwandel im Hamburger Hafen, denn die ehemaligen Speicher wurden zu schicken Wohnungen und trendigen Restaurants umgebaut.

Der Montag führte uns nach frühem Aufbruch ins “Alte Land” südlich von Hamburg mit Schwerpunkt um Jork. Hier konnten wir große reetgedeckte Bauernhäuser im prachtvollen Fachwerkstil bewundern. Besonders eindrucksvoll waren die sogenannten “Prunkpforten” mit reichhaltigem Schnitzwerk, verzierten Torbögen, die zur Begrüßung von Gästen und als Zeichen des Wohlstands des Besitzers gedacht waren.Auf einem der zahlreichen Apfelhöfe wurden wir bei der Besichtigung mit einer kräftigen  Gulaschsuppe gestärkt. Später durften wir hier in Jork einem Orgelkonzert in der Matthias-Kirche lauschen. Auf der Rückfahrt zum Hotel geriet unsere Busfahrerin auf einer Landstraße in eine Straßensperre wegen  Straßenbauarbeiten. Eine Wendemöglichkeit mit dem großen Bus gab es nicht. Kurzerhand stiegen  einige beherzte Männer aus und trugen die Barrieren zur Seite, so dass Claudia passieren konnte! Beim Wiedereinstieg in den Bus wurden unsere “Retter” mit Beifall empfangen.
Der nächste Tag führte uns nach Lüneburg, wo wir zunächst bei einer zweistündigen Stadtführung wesentliche Schönheiten dieser Hansestadt kennen lernten. Bei der anschließenden freien Zeit fing es leider an  zu regnen, aber Lüneburgs Lokalitäten sind so einladend, dass es der guten Stimmung keinen Abbruch tat. Am späten Nachmittag unternahm die Gruppe bei wieder sonnigem Wetter noch eine Fahrt zu einem Heidegarten. Hier bewunderten wir eine Vielzahl von Heidearten  (Calluna und Erica), die in verschiedenen Farben von weiß über lila bis rostrot blühten.
 

Am Mittwoch war die Besichtigung von Lübeck geplant. Nach informativer Stadtführung ging es zum Mittagessen in das historische Restaurant “Haus der Schiffergesellschaft”. An langen Eichentischen genossen wir neben dem schmackhaften Schweinebraten  mit Klößen und  Rotkohl auch das urige Ambiente dieses  Lokals. An der Decke hingen alte Segelschiffsmodelle. Abends im Hotel wurden wir mit einem Sektempfang begrüßt, wodurch wir langsam  auf das Ende  unserer erlebnisreichen Fahrt vorbereitet wurden.  Das Essen des Hauses war an allen Tagen köstlich und auch bei den ausländischen Gästen äußerst zufriedenstellend.

 

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Aber was wäre eine Hansetour ohne Bremen! So hatten Brigitte und Manfred Vorholt die Rückfahrt über Bremen arrangiert.  Auch hier brachte uns ein echtes Urgestein von Stadtführer der Freien Hansestadt die Sehenswürdigkeiten seiner Heimatstadt näher.

Nach der Ankunft in Marl erwartete uns ein gemeinsames Abendessen im Europäischen Friedenshaus. In gemeinsamen Gesprächen in einem Sprachengewirr in Deutsch, Französisch und Englisch ließ man die schönen  Eindrücke der äußerst gelungenen Fahrt Revue passieren. Ingrid Heinen dankte mit lobenden Worten die hervorragende Organisation dieser Fahrt durch das Ehepaar Brigitte und Manfred  Vorholt.  
W.D.Tiemann
( 2. Vorsitzender)

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Ortsbesichtigung mit Führung in York im „Alten Land“

Aufmerksame Zuhörer auf dem Herzapfelhof im „Alten Land“

Alle da ? Vor dem Holstentor in Lübeck

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Märchenstunde der Gebrüder Grimm. Die 4 Stadtmusikanten in Bremen

Hinter uns das Bremer Rathaus

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