Freitag, 26. April 2013 

Ehrenplakette für europäischen Gedanken in Marl
Europarat zeichnet Stadt Marl mit der dritten Stufe des Europapreises aus

Austauschprogramme, Schulpartnerschaften, lebendige Städtepartnerschaften und gegenseitige Besuche: Das ganze Jahr über finden in Marl interkulturelle und partnerschaftliche Aktivitäten statt, um Solidarität und das Gemeinschaftsgefühl in Europa zu fördern. Das sieht auch die zuständige Stelle in Straßburg so und schickte jetzt Post an Bürgermeister Werner Arndt: Der Europarat zeichnet die Stadt Marl mit der Ehrenplakette aus - und würdigt damit das herausragende Engagement der Stadt Marl zur Förderung des europäischen Gedankens.

„Die Auszeichnung mit der Ehrenplakette – die dritte und letzte Vorstufe des Europapreises – ist eine große Ehre, die der Europarat jährlich an nicht mehr als zehn Städte und Gemeinden innerhalb der Europäischen Union verleiht“, freut sich Bürgermeister Werner Arndt. In diesem Jahr können neben der Stadt Marl noch zwei weitere deutsche Kommunen – Kranenburg und Langenargen – die Ehrenplakette in Empfang nehmen. Das haben der Unterausschuss für den Europapreis und der Ausschuss für Soziales, Gesundheit und nachhaltige Entwicklung des Europarates am 23. April 2013 beschlossen.

Die Verleihung der Ehrenplakette findet im Rahmen einer öffentlichen Zeremonie oder Feier statt. Dann überreicht ein Mitglied der Parlamentarischen Versammlung des Europarates die Ehrenplakette an die Stadt Marl. Die zweite Stufe des Europapreises – die Ehrenfahne - hat die Stadt Marl vor zehn Jahren im Rahmen des VolksParkFestes entgegengenommen. „Es wäre toll, daran anzuknüpfen und auch die Ehrenplakette am 3. Oktober auf der Bühne im Volkspark entgegen zunehmen. Schließlich ist das VolksParkFest seit vielen Jahren als Fest der europäischen Freundschaft bekannt“, so Bürgermeister Arndt.

Diese Idee gefällt auch Katharina Niehaus vom Bürgermeisteramt, die nicht nur das VolksParkFest mitorganisiert, sondern auch in den vergangenen Jahren kontinuierlich die Bewerbungen um den Europapreis koordiniert hat. „Ich freue mich, dass unsere Hartnäckigkeit jetzt belohnt wurde“, so Niehaus. Für Bürgermeister Werner Arndt ist das Engagement der Bürger auf internationaler Ebene nicht hoch genug wert zuschätzen: „Die Auszeichnung mit der Ehrenplakette ist vor allem eine Anerkennung der intensiven und lebendigen Vereinsarbeit der Marler Städtepartnerschaftsvereine.“

Nach der Verleihung der Ehrenplakette kann sich die Stadt Marl erstmals um den eigentlichen Europapreis bewerben. Der Europapreis ist die höchste Stufe der vier Auszeichnungen einer Kommune für außergewöhnliche Leistungen zur Förderung des europäischen Einigungsgedankens. Nur ein oder zwei Städte pro Jahr können den damit verbundenen Wanderpokal entgegennehmen. Katharina Niehaus hat das nächste Ziel aber schon fest im Visier: „Wir werden uns auch um den Europapreis bewerben – allerdings erneut mit viel Geduld“.

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